Neben der Türkischen Riviera zwischen Kap Anamur und Antalya bietet die Türkei noch zahlreiche weitere Möglichkeiten für einen entspannten Strandurlaub. Beispielsweise hat sich die Stadt Bodrum mit ihren fast 31.000 Einwohnern zu einem beliebten Reiseziel in der Türkei entwickelt. Bodrum liegt im Südwesten der Türkei, genauer gesagt, an der Küste der Provinz Mugla.
Zahlreiche Buchten, Kaps, Inseln und Halbinseln prägen die Küste bei Bodrum. Die Stadt selbst liegt direkt am Fuße des Taurusgebirges.
Bodrum: Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Das Gebiet von Bodrum beherbergte bereits in der Antike eine Stadt, damals war sie bekannt unter dem Namen Halikarnassos. Damals war die Stadt für das Mausoleum von Halikarnassos bekannt, welches sich der Kariensche Kleinkönig, ein Satrap des Perserreiches, bereits zu Lebzeiten errichten ließ. Das Mausoleum galt als eines der antiken Sieben Weltwunder. Es wurde jedoch von einem Erdbeben im 12. Jahrhundert schwer beschädigt und etwa 300 Jahre später vom Johanniterorden schließlich komplett abgebrochen.
Die antike Stadt wurde während des Feldzuges von Alexander dem Großen zerstört und konnte die seine frühere Bedeutung nicht mehr erlangen. Die Burganlage St. Peter, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts von Kreuzrittern erbaut worden war, übernahmen die Osmanen 1523 ohne Kampf, weil sich die Johanniter zurückgezogen hatten.
Ein Fischerdorf wird zum Erholungsort
Der Journalist und Schriftsteller Cvat Sakir gab den Anstoß dazu, dass aus dem Fischerdorf Bodrum eine touristische Hochburg wurde. Er wurde nach einem regimekritischen Zeitungsartikel nach Bodrum verbannt, wo er sich in die Schönheit der Landschaft verliebte.
Nachdem er seine Strafe verbüßt hatte, publizierte er unter dem Pseudonym “Fischer von Bodrum”. Gegen Ende der 1950er Jahre scharte er intellektuelle Freunde um sich und unternahm mit diesen Kulturreisen rund um Bodrum. Mit diesen sogenannten “Blauen Reisen” und den Kulturschätzen, die er und seine Freunde entdeckten, legten sie den Grundstein für den Aufschwung des Ortes.
Museen in Bodrum
Das Unterwassermuseum in der Burg St. Peter bietet eine willkommene Abwechslung zum Strandurlaub. Das Glanzstück des Hauses ist ein Schiffswrack aus der Bronzezeit, welches zusammen mit seiner Fracht und der kompletten Ausstattung geborgen werden konnte. Weil sowohl Ladung als auch Besatzung aus aller Herren Länder stammte, lassen sich über die Herkunft des Schiffes nur Vermutungen anstellen.
Weitere Informationen zu einem Türkei Urlaub erhalten Sie hier.
