Weltweit ist man derzeit dabei Frauen an die Spitze von Unternehmen zu bringen. In Europa gilt Norwegen als Vorbild für die Frauenquote. Dort wurde die Frauenquote in den Vorständen der Unternehmen bereits realisiert. Als erster europäischer Staat hatte Norwegen schon im Jahr 2003 eine gesetzliche Frauenquote eingeführt. Der Vorstoß von Norwegen hatte bereits damals eine breite Diskussion in den anderen europäischen Staaten ausgelöst. In den letzten Jahren ist der Ruf nach mehr Frauen in die Spitzenpositionen aber immer lauter geworden. Es existieren bereits einige Studien darüber, dass die Unternehmen mit Frauen an der Spitze sehr erfolgreich arbeiten. Doch so wie Norwegen hat bisher noch kein Staat in Europa – jedenfalls nicht in dieser hohen Prozentzahl – die Frauenquote eingeführt. Während man in Deutschland noch immer diskutiert, wie man die Sache angeht, hat man im niederländischen Parlament im März 2010 ein Gesetz über die Frauenquote von mindestens 30 Prozent in den Aufsichtsräten und Vorständen in Unternehmen beschlossen, die mehr als 250 Mitarbeiter haben. Diese Frauenquote muss bis 2016 umgesetzt sein. Doch nach den Neuwahlen und lang dauernden Regierungsumbildungen ist die Zukunft von diesem Gesetz ungewiss.

Vorbild und Vision

Schon im Jahr 2008 haben sich in den Niederlanden zwei Frauen zusammengetan und nahmen die Sache mit der Frauenquote in ihre eigene Hand: Michelle van der Burgh und Astrid de Groot gründeten 2008 die Marke Happyrainydays. Hergestellt wird unter diesem Label Regenbekleidung. Die beiden sind ihr eigener Chef. Dabei wurde die Marke aus dem Grund gegründet, weil die beiden Frauen einst vergeblich auf der Suche waren nach modischer und vor allem auch funktionaler Regenbekleidung.